Monday, 26 October 2009

Barth's "canonical theory"

I have already posted a quote by Martin Buber which shows strong affinities to Childs' "canonical theory," followed by another quote by the Protestant scholar Jörg Jeremias. Today I add a quote by Karl Barth. It is a response to the question of the legitimacy of the churchly practice of "theology," given that the Bible itself seems to nowhere have a fully developed form of reflective theology. The Dutch Reformed scholar Frans Breukelman frames the issue as follows:
Nirgends ... sehen wir es geschehen ... , daß die biblischen Zeugen ... , ... außer ... was sie uns ... direkt zu sagen haben, .... nun auch noch einmal um der Deutlichkeit willen so etwas wie ein Stück "Theologie" als Erläuterung eigens dazugeben, wie etwa[]: "Seht, das sind nun unsere Motive und Argumente gewesen, es so zu sagen, wie wir es taten, die und die Absicht haben wir dabei gehabt, als wir uns mit der Formgebung unserer Texte beschäftigten, dies und das war es, was wir vor allem möglichst kräftig agen wollte[n], um damit zugleich gegen bestimmte Mißverständnisse und Abweichungen und Irrtümer möglichst effektive anzugehen (1986: 18).
My first thought was "wait a minute ... Canonical process?" I was thus relieved to hear him later say:
Und doch haben wir es in dem sermo de Deo des biblischen Zeugnisses mit "Theologie" zu tun. Bei der Exegese biblischer Texte spüren wir nämlich von Mal zu Mal, daß der Formgebung dieser Texte mit einer großen Mannigfaltigkeit von Tendenzen theologische Reflexion zugrunde liegt (p. 20).
He backs this up with a the following great quote from Barth:
Die Sache [nämlich theología] war der neutestamentlichen Gemeinde sehr wohl bekannt ... als die Frage nach der Gestaltung des christlichen Denkens, Redens, Handelns und Lebens im Licht seines Ursprungs, Gegenstands und Inhalts. Nicht nur die paulinischen und johanneischen, sondern alle Schriten des NTs sind offenkundig auch Dokumente mannigfaltiger, in diesem Sinn 'theologisher' Besinnung und Arbeit, die ihre Autoren damit auch ihren Lesern zugemutet haben. In den Tatsachenberichten wie in den Lehren der Apostel und der Evangelisten steckt ein nicht zu unterschätzendes Maß solcher Reflexion: sie haben sich - das bezeugen die erhaltenen Texte auf der ganzen Linie - die Frage nach dem Sinn und Recht ihres Sprechens, gemessen and dem ihnen vorgegebenen Objekt, gestellt, haben sie, Jeder in seiner Weise (immer im Blick auf die sie umgebende Gemeinde und in Auseinandersetzung mit allerlei besserer oder schlechterer Theologie, die auch in deren Mitte getrieben wurde) beantwortet, und, wie im besonderen die Pastoralbreife zeigen, auch an ihre Nachfolger weitergegeben ... ." (KD IV/3, pp. 1008; cited in Breukelman, p. 35).
Bibliography: F.-W. Breukelman, Umschreibung des Begriffs einer "Biblischen Theologie" (orig. niederl. 1980): Texte und Kontext Nr. 31/32 (1986) 13-39.
P.S. I haven't read this yet, but here is a fascinating-looking article on Breukelman, who really comes very close to Childs's canonical approach in the essay above, which includes anecdotes about a debate he had with Eberhard Jüngel in the presence of Karl Barth on the role of the Old Testament in the Church. If I've glanced through the article correctly, it looks as if Barth was with Breukelman.

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